<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6353790752953452096</id><updated>2011-08-23T07:31:51.266-07:00</updated><title type='text'>The Black Lodge</title><subtitle type='html'>fragmente eines romans. unterwegs. music. liebe und irrsinn.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Lucy</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13006809312757136092</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oGqFBHltI/AAAAAAAAADU/ntToufnwqQg/S220/romantic1.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>5</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6353790752953452096.post-464423284815636</id><published>2011-08-23T07:22:00.000-07:00</published><updated>2011-08-23T07:24:32.093-07:00</updated><title type='text'>The road to god knows where (4)</title><content type='html'>           &lt;style&gt;p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; }&lt;/style&gt;     &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;Von meinem Hotelfenster kann ich an der orangefarbene Fassade herunter sehen, über die Strasse bis hin zum Bahnhof, die Züge kann ich die ganze Nacht über hören. An die Fassade des Gebäudes sind große schmutzig gelbe Leuchtkästen mit den einzelnen Buchstaben des Wortes HOTEL montiert. Am Nachbargebäude blinkt ein anderes grellgelbes Schild: „Gold An- und Verkauf“. Ich fotografiere die Lichter der Züge, die Funken ihrer schreienden Bremsen auf den Gleisen, die Fahrbahn aus flüssigen Zerrspiegeln, die Ampeln und Bremslichter der Autos. Als ich meinen Kopf aus dem Fenster ziehe und in mein Zimmer sehe, weiß ich, dass ich heute niemanden mehr zu mir lassen kann, denn Austin sitzt im Pelzmantel auf meiner Bettkante und wirft Packung für Packung meiner Tabletten auf den senffarbigen Bettüberwurf vor mir. Er erzählt mir von all den Touren, bei denn er dabei war, erzählt mir von vergessenen Bands und solchen, die heute noch groß sind, von Plattenfirmen, Promotern, Journalisten, Trinkgelagen, zahl- und namenlosen Mädchen, verstimmten Gitarren, weißen Drogenspuren auf blanken Flächen. Ich will das alles nicht mehr hören, ich will keine Bands mehr, keine stinkenden Tourbusse, ich will in meine klimatisierten Londoner Clubs zurück, in meinen Beat. Ich will an die Orte, an denen alles möglich ist, auch, das Gesicht von der Kehrseite abzuwenden. Von jeder Kehrseite die mir nicht gefällt. Ich will eine Geschichte zurück, die ganz allein meine ist, will Musik, die ich allein gefunden habe, will neues, ungehörtes, nicht immer nur Geschichten von Dingen, die es nicht mehr gibt, und deren Anfängen. Austin drückt Tablette um Tablette aus ihrer schimmernden Folie, die ich in meinen hohlen Handflächen sammele und mir schließlich aus den vollen Händen in den Mund schiebe. Dazu trinke ich unterschiedlich gefärbte Flüssigkeiten aus den Puppenflaschen des braunen Minikühlschrankes. Wir tanzen in meinem Zimmer. Wir hören kein Klopfen und Rufen. Keine Einladung zum Essen. Es gibt keine Vergangenheit. Das ist der erste Tag, die erste blanke Seite, der erste Atemzug, mein erster Schnee. Ich falle lachend und ich falle aufs Bett. Ich lache nicht lang. Der Moment der Erneuerung endete über der Kloschüssel, würgend, wissend, mit Vergangenheit, mit Geschichte, mit einer einigermaßen vorhersehbaren Zukunft. Ich kann Austin nicht entkommen. An keinem Ort der Welt, aber das hätte ich einfacher irgendwo nachlesen können, dazu bedarf es keiner eigenen Erfahrung.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;   &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6353790752953452096-464423284815636?l=returntotwinpeaks.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/feeds/464423284815636/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2011/08/road-to-god-knows-where-4.html#comment-form' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/464423284815636'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/464423284815636'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2011/08/road-to-god-knows-where-4.html' title='The road to god knows where (4)'/><author><name>Lucy</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13006809312757136092</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oGqFBHltI/AAAAAAAAADU/ntToufnwqQg/S220/romantic1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6353790752953452096.post-9185491446002017122</id><published>2011-08-06T09:04:00.001-07:00</published><updated>2011-08-06T09:32:45.708-07:00</updated><title type='text'>The road to god knows where (3)</title><content type='html'>&lt;style&gt;p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; &lt;/style&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  lang="DE" &gt;&lt;/span&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;           &lt;style&gt;@font-face {   font-family: "Arial"; }@font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; }&lt;/style&gt;     &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Am nächsten Morgen haben wir Zeit, denn der nächste Stopp ist nur eine knappe Stunde entfernt. Wir fahren zu einem McDonalds Drive-in zum Frühstücken, weil ich mir das diesmal aussuchen darf, bezüglich des Essens haben wir ein Art Tourdemokratie, die ziemlich unnötig ist, weil alle außer mir alles mögen. Wir kaufen verwerfliche Stückzahlen der Angebote auf den matt beleuchteten Displays und essen im Bus. Das Mädchen ist nicht hier, was entweder nichts oder alles heißt. Und ich ärgere mich darüber, dass es mich überhaupt interessiert. Die anderen essen jetzt schon Burger und ich hole mir fünf mal frischen Kaffee und esse frittierte Eierbrötchen mit Ketchup und Honig. Da wir diesmal etwa eine Stunde fahren müssen, freuen sich alle auf den Ausflug in die etwas größere Stadt, zumal morgen der erste freie Tag ohne Concert ist. „Städte, pah!“ spotten Johnny, Julian und ich. Christian und Phil spielen mit mir auf der Spielkonsole und Julian versucht 20 Minuten lang eine auf dem Fußboden liegenden Setlist per Gedankenkraft zu bewegen. Als Thomas ruckartig bremst, fliegt sie mir schließlich vor die Füße. Johnny und ich haben unsere Mützen getauscht und ich spiele auf Phils Gitarre, und wir spielen Nancy und Lee, wobei mir regelmäßig die Stimme wegknickt, worüber aber alle lachen müssen. Austin stopft eine Decke um mich und in meinen Sitz, bis ich merke dass es Johnny ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Dortmund. Der Veranstaltungsort war einmal ein Jugendzentrum, erzählt mir einer der Angestellten, als ich im Backstageraum nach Motiven oder Filmszenen suche. Dann sagt mir Austin, dass hier Evan Dando vor 20 Jahren auf seiner Akustikgitarre für ein Mädchen Dinosaur jr’s „Repulsion“ spielte und sang. Ich kann sie plötzlich beide sehen und diesmal sieht das Mädchen aus wie ich noch vor wenigen Wochen. Aber heute hält mich sogar die übliche Medienfrau für einen Jungen, die schaut gar nicht auf meine Schuhe, und ich murmele nur etwas oder sage gar nichts, und sie ist so freundlich zu mir, dass es unglaubwürdig wirkt. Es kommt noch ein anderer Fotograf dazu, die Band wird Interviewt, aber nur Johnny und Julian reden und ich lasse lässig kauend meine Kamera neben mir liegen. Dann, in einer Sekunde als sich der gesamte Raum wie in einer Atempause befinden, kommt sie zurück. An ihr hängt jetzt Johnny Funkeln und obwohl sie es nur gestohlen hat, sieht es aus, als gehöre es zu ihr. Sie heißt Ivy, sagt sie, und ich weiß, sie sagt das mit einer Anspielung auf das giftige Efeu in dessen Umarmung man erstickt, so wie man in ihrer Sexyness zu ersticken hat und noch sagen muss, dass es ein süßer Tod sei. Sie mustert mich misstrauisch, so als sei sie überlegen und doch kann sie ihr Interesse nicht verbergen. Ich wünsche mir, ich sei unsichtbar. „Mach doch endlich mal nen Bild von ihr, die verrenkt sich schon die ganze Zeit den Hals beim Haare schmeißen“ sage ich schließlich zu dem Magazinfotografen und versuche, dass es freundlich klingt, und er lacht und denkt gar nicht daran. „Lucy!“ sagt Julian warnend und ich hebe langsam meine Kamera, und dann, wie in einem Akt der Selbstverletzung lasse ich Ivy in genau dem Licht erscheinen, in dem sie sich schon immer hatte sehen wollen; so wie ich noch vor wenigen Wochen. Beinahe ein später Zwilling.&lt;br /&gt;„Da schau,“ sage ich zu ihr, „Das kommt in unser Tourtagebuch. Auf die Website.“&lt;br /&gt;„Oh," ruft sie, "oh, kann ich das bitte, bitte auch haben?" &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;„Aber sicher,“ sage ich und tippe ihre Adresse in mein Telefon. Dann wende ich mich ab und lösche alle Bilder, auf denen sie zu sehen ist.&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;„Willst du was von Johnny,“ sagt Ivy nach dem Konzert zu mir und lächelt, aber ihre Stimme klingt scharf, sie ist jetzt so viel weniger hübsch als ich anfangs dachte. Mich wunderte, dass sie glaubt, das mir jemand wie sie zu drohen vermag. Alles verändert sich langsam. Die Nichtwelt des Nichtseins auf der Tour, die Kälte, die Verkleidung, meine Bilder davon, verschwimmen genauso wie die Künstlichkeit und Wärme von LA in einen einzigen Strudel an unterschiedlichen Farben zerfloss, am Ende zu Nichts, zu beige, zu braun, zum komplett Abstraktem. Nur die Erinnerung an Boris, an Nathan und mich bei Ihnen ist klar und schwarz wie ein Scherenschnitt. Jedoch genauso nicht mehr existent. Da mir keine passende Lüge einfällt antworte ich ihr mit der Wahrheit: &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;„Ich muss diese Photos machen. Das ist mein Job.“ &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;„Und ich glaube nicht, dass du für ihn mehr sein kannst, als das.“&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Sie hat das wirklich gesagt. Sie ist um einen Kopf kleiner als ich und schafft es dennoch an mir herunter zu sehen. Als wäre meine Welt die ihre. Als sei ich an ihrem Maßstäben zu messen. In meinem metrischen System existiert nicht mal eine Einheit die sie erfasst.&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="margin: 0.1pt 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="DE"&gt;Vor dem Gebäude gibt mir die Straße keinen Hinweis auf ein öffentliches Verkehrsmittel. Es regnet und der Regen ist jetzt mit Eis vermischt. Ich nehme meine Kapuze vom Kopf, die Mütze ab, ziehe mir mein Haargummi aus dem Zopf und schüttele meine Haare in den Eisregen. Als ich schließlich ein gelbschwarzes Taxilicht finde, muss ich mich fast vor den Wagen werfen, um den Fahrer zum Anhalten zu bewegen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  lang="DE" &gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;p style="font-family: arial;"&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="DE"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6353790752953452096-9185491446002017122?l=returntotwinpeaks.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/feeds/9185491446002017122/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2011/08/road-to-god-knows-where-3.html#comment-form' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/9185491446002017122'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/9185491446002017122'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2011/08/road-to-god-knows-where-3.html' title='The road to god knows where (3)'/><author><name>Lucy</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13006809312757136092</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oGqFBHltI/AAAAAAAAADU/ntToufnwqQg/S220/romantic1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6353790752953452096.post-9041395119164549784</id><published>2010-01-26T06:05:00.000-08:00</published><updated>2011-07-27T03:12:22.397-07:00</updated><title type='text'>The road to god knows where - Prelude</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich erwache und liege mit der Nase direkt auf dem abgestaubten schmutzigen roten Cord des Küchensofas. Ich bin noch vollkommen fasziniert überhaupt eingeschlafen zu sein, da höre ich eindeutigste Geräusche aus dem Zimmer nebenan untermalt von einen deutlichen dunklen Summen, das aber aus einer ganz anderen Richtung zu kommen scheint. Ich liege mitten zwischen den Geräuschen. Auf der Suche nach dem Badezimmer entdecke ich zumindest, dass die Ursache des dunklen Summens nicht in einer Störung meines Neurotransmitterstoffwechsels sondern hinter einem Türspalt begründet liegt. Ich öffne die Tür noch ein weiteres Stück und während sich meine Augen an die moschusrauchige, aubergine-violette Dunkelheit gewöhnen, bemerke ich ein rasselndes Atem unter dem Ton, der sich als Summen eines nicht augestellten Gitarrenverstärkers entpuppt. Mit einem Knack des Reglers beende ich den meinem Magen verdrehenden Basston und bin allein mit dem Atem, dem unbekannten Geruch, dem Dunkelviolett und den Sexgeräuschen aus Julians Zimmer. Eine WG denke ich, ein zweiter Mitbewohner, wie albern. Ich ziehe meine Schuhe und meine Jacke an und hole den Zettel aus dem Kreditkartenfach meines Geldbeutels, doch diesmal strahlt er keine Wärme mehr ab, die ganze Wohnung ist plötzlich winterkalt. Ich stopfe mir vier extrascharfe Pfefferminzkaugummis in den Mund und wische an meiner Wimpertusche herum, während ich in einen Taschenspiegel blicke, aus dem zu meiner eigenen Überraschung in meinen riesigen Augen immer noch der weich gezeichnete Glanz des letzten Abends liegt. Dann laufe ich ziemlich schnell und mit ziemlich großen und festen Schritten, in den Hausflur, auf die Strasse und in Richtung des Hotels. In der kalten, hellen Morgenluft werde ich wach und nüchtern und fühle mich wie mit 16 - eindeutig immer am falschen Ort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Frühstückraum ist ebenerdig wie so oft und mit meiner Parkerkapuze über dem Kopf drücke ich meine Stirn an die Scheibe und suche jeden der Tische ab, so als sei ich ausgesperrt, als wäre nichts schwerer, als sich mit meiner verdammten Kreditkarte Eintritt zu verschaffen, an der kleinen Rezeption vor dem Frühstücksaal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann wird mir ist kalt vor der Scheibe und ich weiß irgendwie versuche ich mich abzulenken, aber etwas ist stärker als dieser Versuch. Dann sehe ich, wie Boris den Raum betritt, mit der nun alt bekannten kleinen, dunkelhaarigen Frau und ihnen folgte noch etwas. Es ist ein Kind. Ein langes dürres Mädchen, vielleicht 6, mit pechschwarzen Haaren - zum glück! - und krummen Knien. Das Mädchen trägt ein rotes Kleid und eine schwarze Flokatiweste, die so wenig zum eigenen Kleid und zu den ordentlichen Kleidern der Eltern passt, dass ich ganz sicher bin, sie hat sie sich selbst ausgesucht. Sie hat die riesigen Augen aus Boris’ jungem Gesicht, zumindest diese Gene müssen stärker gewesen sein. Das Mädchen hält die Lippen aufeinander gepresst und schaut nur, und sich fast schüchtern um, aber ihre Glieder zucken, wackeln und sie läuft hin und zurück macht vierzehn Schritte, wenn ihr Eltern zwei tun. Eltern. Ich sehe Austin vor mir, den selbsternannten Peta-Aktivisten in seinem falschen dunkelgrauen Winterfuchspelzmantel.&lt;br /&gt;„Mann das ist Hamburg, das ist nicht Sibirien“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Du willst immer alles vorher wissen,“ sagt er, auf seinem Streichholz kauend dabei. Und: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Sie heißt May.“&lt;br /&gt;„Was zum Teufel wäre an Lucy so falsch, ist das ein so schrecklicher Name?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll’s, sage ich mir. Wirklich seltsam ist allein die Tatsache, dass mir klar wird, dass ich auf das Kind eifersüchtig bin und nicht auf die Frau. Das hat schon etwas Tragisches und ich will nichts Tragisches sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer Tüte voll mit politisch unkorrektem McDonald’s breakfast für alle, stehe ich wieder vor Julians Haustür und niemand wundert als mehr als mich, dass ich hierher zurück gefunden habe. Nicole öffnet mir die fremde Tür und ich werfe meine Burgertüte auf den Küchentisch und sehe erst da, dass am Fenster jemand steht, der je nach kultureller Prägung ein bisschen wie Jesus oder wie Charles Manson aussieht. Er hat wirre schwarze Haare und vor lauter Haaren ist vom Gesicht nicht viel zu sehen, er trägt eine grauen Kapuzenpulli mit der Aufschrift „thrasher“ und eine enge schwarze Nylonlaufhose die in dicken Socken steckt, die am linken großen Zeh ein Loch haben. „Eeehhh, du bist aber schön,“ sagt die Mansongestalt lang gezogen und die Betonung passt nicht zu der Bedeutung seiner Worte. Nicoles gesamter Körper spannt sich an, in Sekundebruchteilen ist sie in höchster Alarmstellung, das sehe ich aus den Augenwinkeln, das kenne ich gut, ich öffne den Mund und irgendwas der Wut der bleifarbenen Morgenkälte, über die Familien Idylle, des Zorns über den schwindenden Glanz meiner ungewaschenen Existenz entlädt sich in ein tonloses „Halt die Fresse, Arschloch“ und ich weiß im selben Moment, das das nichts war, was man einer Person wie dieser sagen kann. Einer Person in deren Blick so viele Substanzen oder soviel Irrsinn toben, wie ich es zwar schon gesehen haben muss, weil ich blitzschnell dann doch noch erkenne um was es sich handelt, aber mich nicht entsinnen kann, wann je in dieser Intensität. Und in Julians Blick erschient die zweite, unaufhaltsam näher rasende Leitplanke in 24 Stunden.&lt;br /&gt;Nichts bleibt denen, gar nichts. Ich hab an alles geglaubt, an alle Werte, an Loyalität und vor allem an die Liebe und das Wort klingt schon allein wenn man es bloß denkt, so dass man lachen muss, aber nicht freundlich, sondern bitter. Dass die Menschen irgendwann aufhören etwas für den anderen zu fühlen... für wen hat mein Fühlen aufgehört? Für mich hätte ich gesagt, vor Los Angeles. Für wen jetzt? Warum war in Los Angeles alles leichter? Sie haben alle gesagt, dass dort jeder aus Plastik besteht und der Druck so stark ist, dass man - wen auch immer das meint - daran sicher zerbricht, und alle wären zu schön, zu künstlich, und es sei nirgendwo so hart wie dort, aber ich kam dort besser zurecht als sonst irgendwo, sogar besser noch besser als in meiner Herzheimat. Meiner nassen, schmuddeligen Herzheimat.&lt;br /&gt;Die Bilder reißen nicht ab, nichts reißt ab. Während mir der dunkle Mann näher kommt und Nicole aufspringt wie in Panik und Julian näher kommt wie in Panik. Aber sie bewegen sich langsam dabei und ganz langsam nähert sich eine raue Handfläche meinem Gesicht und ich schließe die Augen, denn es ist mir tatsächlich gleich, was jetzt passiert. Und eine andere Stimme als die, mit der er eben gesprochen hat, sagt auf Englisch, aber das ist es nicht, was die Stimme anders macht, sie spricht einfach in einem ganz anderen Klang „ It will all be allright“ und seine Hand liegt für einen Augenblick an meiner Wange, und sie fühlt sich dunkel an, hinter meinen geschlossenen Lidern, dunkelviolett. Und Julian atmet so laut auf, dass ich zunächst denke, das Geräusch kommt von irgendeiner Maschine in dieser Wohnung. Mein Gegenüber sieht überhaupt nicht mehr wie Charles Manson aus. Auch nicht wie Jesus. Und meine Muskeln entspannen sich wie nach einer Injektion eines Muskelrelanxantiums, als hielte jemand einen Krampfanfall auf, plötzlich ist der Raum hell und freundlich und sauber, und ich rieche den Kaffee und spüre, das es warm ist hier und zu warm für meine Jacke und ich setze mich an den Küchentisch und sage leise: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„ Ich habe euch Frühstück mitgebracht,“ und zu dem fremden Mann: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„I guess it won’t, but it’s nice of you to say that“. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„It will be.Your cards are the best. Royal flush.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich schließe meine Augen wieder und habe Heimweh nach der Sonne. Ich habe immer Heimweh. Der dunkle Mann lächelt, als ich wieder aufsehe. Nicole sieht fröhlich aus, und Julian hat ein weißes großflächiges Kindergesicht bekommen. &lt;em&gt;Das einzige Problem wird sein, dass alles wieder von vorne los geht&lt;/em&gt; sagt da irgendwer, durch die Musik, das Tassenklirren in den aufsteigenden Zigarettenrauch. Ich weiß nicht in welcher Sprache, ich weiß nicht ob es Austin ist oder der dunkle Mann, der das sagt. Als ich fragend zu ihm hin schaue, nickt er mir zu und sagt: „ Johnny“, und er heißt wie die Titel von 5000 Liedern.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6353790752953452096-9041395119164549784?l=returntotwinpeaks.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/feeds/9041395119164549784/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2010/01/road-to-god-knows-where-prelude.html#comment-form' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/9041395119164549784'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/9041395119164549784'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2010/01/road-to-god-knows-where-prelude.html' title='The road to god knows where - Prelude'/><author><name>Lucy</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13006809312757136092</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oGqFBHltI/AAAAAAAAADU/ntToufnwqQg/S220/romantic1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6353790752953452096.post-4251463392751558973</id><published>2010-01-21T11:53:00.000-08:00</published><updated>2011-07-27T03:11:54.156-07:00</updated><title type='text'>The road to god knows where (2)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oI_bjPGtI/AAAAAAAAAEE/VdNHRV88qYs/s1600-h/05a.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5429662186568882898" style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; width: 338px; cursor: pointer; height: 228px;" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oI_bjPGtI/AAAAAAAAAEE/VdNHRV88qYs/s400/05a.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ausgerechnet in dieser Stadt kommt sie durch die Tür, die, die ich fürchte, wo immer ich bin, und endlich ist sie gekommen und endlich ist in Johnnys Blick das Funkeln, das Funkeln, unseres ersten Momentes in der Küche in Hamburg, aber ich, ich habe meiner Haare unter dieser unschönen Truckermütze, ich habe keine Schminke im Gesicht und irgendein Trikot an, das mir dir Brust flachdrückt und nur die Winzigkeit meiner Bikerstiefel ist Zeichen dessen, dass ich nicht länger frei bin. Sie hat hellblonde Locken, hellblaue Riesenaugen und ist ein bisschen schüchtern und will zu Johnny, sie fragt die anderen und da er funkelt darf sie zu ihm und sie sagt hallo und wird rot und sagt etwas Schlaues über das Album und irgendjemand ruft: „Hey mach mal nen Foto!“ und eine Stimme, die wie die eines Kindes klingt sagt „fick dich doch“, die Stimme kommt aus meiner eingeschnürten Brust. Ich renne nach draußen und es regnet, regnet endlich und mit dem Finger zeichne ich den Regen auf meinem Gesicht nach. Wie soll ich denn Leben, wie soll denn überhaupt ein Mensch leben, wenn doch alles immer nur wieder zerfällt, wie leben denn die verdammten anderen und eine Familie würde es irgendwann nicht besser machen, dann sitz ich doch bloß da und sterbe aus Angst, dass meinen Kindern etwas geschehen könnte, das meinem Mann etwas geschieht und ich habe mein Leben aufgegeben für eine Liebe die gespiegelt in der Oberfläche eines dunklen Nachtsees im Herbst doch nur Angst heißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lucy, Lucy, Lucy höre ich es rufen, in unterschiedlichen Stimmlagen und Tönhöhen und Lautstärken und ich wünschte ich hätte mein enges 90er Jahre-Retro-Samtkleid an und meine Haare wären gewaschen und stöben im Regenkondenswasser zu meinen wilden Locken ich wünschte jemanden ansehen zu können mit meinen aufgerissenen Augen von dem passenden Medikamenten, nicht das diese meine Augen aufgerissen machen, sie macht mich nur sie in ihrem wahren Sein wahrnehmen und das Medikament kann Adrenalin sein oder Liebe oder Musik. Aber vor mir ist nur Regen und ein Bühneneingang und ein paar rauchende Kinder und eine rauchender Angestellter, der mit ihnen redet und sie dann wegschickt. Ich ziehe mir die Mütze ins Gesicht und hoffe Johnny nimmt sie nicht mit in den Bus, weil sie grau aussehen wird am nächsten Morgen und matte Augen haben wird, und vielleicht verliebt er sich, aber das ist eben eine Tour und auch wenn es nur Bielefeld ist, sie verlieben sich doch nur für zwei Tage oder wie lange es eben dauert, dass sie noch mal vorbeikommen und ich bin so müde denke ich mir ist kalt und heute brauche ich meinen Schlaf. Van Morrisson, „Astral weeks“, „Like a ballerina“, und in den verräterischen, für einen großen dürren jungen Mann der mitreist, viel zu winzige Bikerstiefeln, gehe ich hinein. John strahlt und sie reflektiert seinen Schein. Ich machte artig meine Fotos, so als machte ich Bilder von Architektur und es dauert nicht lange, dann spüre ich nichts mehr, ich mache meine Arbeit, und der schmutzige Lederjackenärmel gehört mir nicht länger, und vielleicht spielt er ihr gleich „she’s in fashion“ vor, weil das Johnnys Masche ist, Suede Lieder zu spielen, oder seine Angewohnheit, wenn er einem Mädchen gefallen will. So wie ich manchmal hinter meinen angezogen Knie sitze und groß unter den Haaren hervorsehe, ein anderer die Haare zurückstreicht oder ausatmet oder wie sich eine Nackenlinie biegt, ein Schauer, mehr nicht, nur ein Windhauch. Nachts später im Bus, als alle anderen irgendwo sind und trinken und nur der Busfahrer und ich dort sitzen, haben wir versucht zu zweit zu pokern, aber mein Talent ist bekannt und Thomas steht nach 2 Runden auf und sagt in breitem Ruhrpottdialekt: „Mädel, ich bin doch nich bekloppt“. Er kommt aus Dortmund oder einer dieser Städte, und ich habe seltsamerweise keine Angst mit ihm allein zu sein, ich kritzele in mein Skizzenbuch und schreibe mit der Hand einen Brief an Austin, den schon 5 Minuten später nicht einmal ich selbst mehr entziffern kann, und zum ersten Mal seit ich danach gesucht habe, finde ich ein Foto von mir auf einem Blog aus LA. Irgendeine semiprominente selbsternannte Pseudomodel Bloggerikone fragt wo „our girl“ bliebe, weil es für den Sekundenbruchteil cool war meinen Namen zu kennen, ich habe diese Person noch nie gesehen und nie gesprochen, aber die Hölle hat ein Bild von mir hinauf in diese Welt gestoßen und da schwimmt es umher, ich als Bambi, in Alice Sachen unter Deidra’s Drogen und mit dem Effekt von Karens Spritzen im Gesicht. Und das Bild tröstet mich wie eine müde Droge auf eine so ungesunde Weise, dass ich in Gedanken vor die Audience meiner fremden Leidensgenossen trete und ich sage “Hallo, ich bin Lucy, ich bin gerade wieder rückfällig geworden." Sie brüllen „Hallo Lucy!“ bevor ich meinen Satz zu Ende sprechen kann, und trotzdem, gerade deswegen, speichere ich das Foto aus dem Blog auf dem Desktop, auf meinem Telefon, wie zum Beweis, wie Edie in der Klapsmühle die mit vergilbten Zeitungsausschnitten in einem Scrapbook umherlief, um den anderen zu zeigen wer sie einst gewesen war. Sie hat nicht mal mehr gemerkt, dass sie aussah wie ein kleines Reh und alles hätte mit einem Fingerschnippen zurückhaben können. Sie hatte sich einfach aus ihrem eigenen Kopf und ihren eigenen Möglichkeiten ausgesperrt. Ich schlafe angezogen ein und ich frage mich noch eine Sekunde, bevor mir die Augen zufallen wie lange man sich wohl nicht waschen muss, bis man sich selbst nicht mehr riecht wenn man stinkt. Mein Kopf fällt auf die spiegelglatte Telefonoberfläche. Aber das Licht ist aus und keine Bilder sind mehr sichtbar sondern mehr bei mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6353790752953452096-4251463392751558973?l=returntotwinpeaks.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/feeds/4251463392751558973/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2010/01/road-to-god-knows-where-2.html#comment-form' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/4251463392751558973'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/4251463392751558973'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2010/01/road-to-god-knows-where-2.html' title='The road to god knows where (2)'/><author><name>Lucy</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13006809312757136092</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oGqFBHltI/AAAAAAAAADU/ntToufnwqQg/S220/romantic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oI_bjPGtI/AAAAAAAAAEE/VdNHRV88qYs/s72-c/05a.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6353790752953452096.post-9207618723373743706</id><published>2010-01-21T11:18:00.000-08:00</published><updated>2011-07-27T03:11:43.697-07:00</updated><title type='text'>the road to god knows where (1)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1ixgTjPfJI/AAAAAAAAADM/d6dG_jgbKn8/s1600-h/romantic9.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5429284519357152402" style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; width: 213px; cursor: pointer; height: 400px;" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1ixgTjPfJI/AAAAAAAAADM/d6dG_jgbKn8/s400/romantic9.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Hafturlaub und immer die Strassen entlang. Das war im letzten Jahr. Ich höre Stimmen und sehe Nebel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Warum man Glück immer als einzigen Moment erinnert. Als einen Song einen Geruch einen verdammten Moment über einer verdammten Brücke über dem Fluss, an dem die schönste Stadt der Welt liegt, nachts im 36er Bus nach Camberwell? Warum selbst der Moment des Schmerzes, der des brechenden Herzens in der Erinnerung zu Glück wird, ist nicht geklärt. Das Leben, kann man da ganz banal sagen, in Momenten da wir das Leben... was auch immer. Ich sitze also in dem Bus hinten, an einem 4 Personentisch mit Johnny, der einen Cowboyhut und eine verspiegelte Sonnenbrille trägt und zu Screaming Jay Hawkings singt, wie Millionen anderer hoffnungsvoller Bandleader in den letzten 60 Jahren vor ihm. Julian spielt leise zischend auf seiner psp und was die anderen machen weiß ich nicht, sie können mich alle nicht leiden, ich knipse, falls man das dazu sagen kann, aus dem Fenster und im Bus herum, mit 1600 asa, Bildstabilisator und einer mediumformat-equivalenten SLR und setze mir zum Ziel nicht mehr als 36 Bilder am Tag zu machen und keines davon löschen, funktioniert nie, aber der Gedanke ehrt mich, ich weiß. In der Sekunde, in der mir klar wird, dass ich Gummistiefel mit dicken Socken trage, obgleich es seit 4 Tagen nicht geregnet hat, ziehe ich andere Stiefel an, ohne aufzustehen, indem ich mit den ausgestreckten Beinen auf dem Busfußboden nach ihnen angele und ich weiß, dass ich mir an der nächsten Station nicht nur die Haare unter dem Cowboyhut von John oder einer gefundenen Truckercap verstecken werde, sondern auch habe ich mir einen wirklich täuschend echten Schnauzbart besorgt, er hat mich einiges gekostet und er war nur durch Julians hervorragenden Beziehung zu einer Hamburger Maskenbildnerin nebst zugehörigem Mastixklebstoff zu bekommen. „Du bist so krank“ sagt Julian dazu. John kann über so etwas lachen. Hinter einem Bühneneingang hat er mich gefragt warum, ich sage hast du eine Ahnung wie frei ich bin, seit ich nicht mehr schön sein muss, zumal es doch nur ein Trick und eine Täuschung ist. Ich weiß nicht weil lang es dauern wird, bis ich hier ernst genommen werde. Ich denke an LA. Da hieß der selbe Mechanismus Aufgeben, alles aufgeben. Das hier kommt mir jetzt wie ein großartiger strahlender Neubeginn vor. Und mein Sommer in Deidras Latexhose, dem Spitzen-BH und dem zerrissenen weißen T-Shirt, als mir zumindest das, was mir in dieser Zeit eine Welt war, gehörte, womit ich doch da überhaupt nicht mehr gerechnet hatte. In einer beschmierten Herrentoilette, in der ich zufällig lande, verschwinde ich einer der Kabinen, und packe heimlich etwas aus, das ich weniger nicht teilen, als am allerwenigsten zugeben will. Austins Hand in meinem Nacken fühlt sich an wie ein warmer Wind, wie der scheisswarme, bazillenschleudernde Händetrockner, wie der Hotelfön in dem kalten Hotel, der einzige Quelle der Wärme der letzten Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nordrheinwestfalen, der Ort heißt also Bielefeld oder so ähnlich, ich höre den ganze Tag Gainsborough &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;oder so ähnlich, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;und als wir aus dem Bus steigen fühlen wir uns, als verließen wir die Planken eines Schiffes, das Gehen erscheint schwer und unnatürlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir laufen einen Moment durch die kahle Bielefelder Innenstadt und ich mache deprimierende Fotos einer heute passend deprimierenden Band, wir suchen ein Restaurant finden Imbissbuden, Multinationals und irgendeine Pizzeria in der ich mich entschließe als schmucklose Person mit falschen kurzen Haaren und schmalen Gesicht schlecht behandelt zu werden. Die Pizza ist fettig und minderwertig und den Jungs ist das egal, ich esse die Zwiebelscheiben aus dem Salat und als wir schließlich an der Konzerthalle ankommen, lungerten schon einige Dorfjugendliche davor, in Kapuzenpullovern und mit Piercings an Stellen, die ihnen bereits in dem nächsten Jahren bitter leid tun werden. Ich konnte die Kleinstädte noch nie ertragen sie kriechen in mich wie fremde Feinde, setzten sich in meine Zellen und lähmen jeden Gedanken. Ich habe Angst und Johnny legt mir den Arm seiner schmutzige Lederjacke um die Schultern. „Weißt doch, wie das ist.“ Ich bekomme einen unbewussten Anfall von Hospitalismus und will zurück in den Bus aber niemand ist bereit, diesen für mich zu heizen also suche ich eine Steckdose für das Ladegerät meines Kameraakkus und sehe mir DVDs einer englischen Krimiserie an und weine aus Heimweh. Irgendwas an dieser Kleinstadt ist Twighlightzone für mich und zwar der schlechtesten Art. Ich zeichne den Regen auf der Fensterscheibe des Backstageraumes nach, der mich an ein Jugendzentrum erinnert, das ich niemals besucht habe. Irgendjemand hat „search and destroy“ an die Wand geschrieben und Austin erzählt mir von Henry Rollins der hier vor 20 Jahren seine Arme an eben diese Wand stützte, jeder Muskel gespannt, und wie ein Soldat einer Spezialeinheit, der sich auf seinen sicher todbringenden Einsatz einstimmt, seine Atemübungen machte. Johnny klimpert auf seiner Gitarre und spielt „the Asphalt World“ und wir singen ein bisschen zusammen, weil ich alle Songs von Suede auswendig kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6353790752953452096-9207618723373743706?l=returntotwinpeaks.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/feeds/9207618723373743706/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2010/01/road-to-god-knows-where-1.html#comment-form' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/9207618723373743706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6353790752953452096/posts/default/9207618723373743706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://returntotwinpeaks.blogspot.com/2010/01/road-to-god-knows-where-1.html' title='the road to god knows where (1)'/><author><name>Lucy</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13006809312757136092</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1oGqFBHltI/AAAAAAAAADU/ntToufnwqQg/S220/romantic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_9bP7Ra7imMs/S1ixgTjPfJI/AAAAAAAAADM/d6dG_jgbKn8/s72-c/romantic9.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
